Die ersten Frostnächte brachen schon über uns herein. Andere
Gärtner/innen haben auch schon von Frostschäden berichtet. Wie bereitet Ihr also Euren Garten auf die klirrende Kälte im Winter vor? Fangt Ihr jetzt schon an, die Beete mit Laub und Reisig abzudecken?
Hier wurde auch darüber diskutiert, die Stauden nicht im Herbst zu schneiden. Dies hat den Vorteil, dass im Winter nicht alles kahl und leer aussieht und zudem das Laub der Stauden auch einen Winterschutz bietet. Zusätzlich können in den vertrockneten Stängeln einige Insekten überwintern. Da ich das große Beet komplettsaniere, werde ich die meisten Pflanzen jetzt schon runterschneiden, zudem ist mir die Arbeit im Frühjahr zu viel. Wäre der Garten am eigenen Haus, würde ich vielleicht auch die schöne natürliche Variante bevorzugen, aber so im Kleingarten habe ich im Winter doch nichts davon.
Dummerweise habe ich letzte Woche beim Laubharken nicht nachgedacht und sämtliches Laub für die Igelhütte und den Rest auf den Kompost getan. Aus dem Kompost werde ich das Laub also wieder rausholen. Gestern habe ich außerdem die Thjua-Hecke beschnitten. Eigentlich muss ich sie laut Kleingartenordnung abholzen. Ich finde schon, dass es Sinn macht, das Pflanzen solcher Baumarten in den heimischen Gärten zu verbieten. Sie haben keinen Wert für die heimische Tierwelt, man wird kaum darin ein Nest finden. Sie stammen hauptsächlich aus Nordamerika, werden jedoch massenweise in Baumärkten angeboten, da sie dichte Hecken bilden. Jedoch finde ich es ein bisschen sinnlos, lange Zeit gewachsene Bäume anzuholzen. Ich mag sie nicht sonderlich, aber sie stehen als Sichtschutz in meinem Garten. Hoffentlich merkt der Verein das nicht und die Zeit geht rum und keiner sagt etwas. Außerdem wäre das Aufgabe des Vorpächters gewesen, und nciht meine. Das ist aber eine andere Geschichte. Da sie aber ziemlich hochgewachsen ist und so einer Ecke im Garten das Licht raubt, habe ich sie untenrum einfach etwas beschnitten. Den meisten würde bei dem Anblick sicherlich ein Schauder über den Rücken laufen. Vielleicht schnippel ich noch ein paar Kugelköpfe daraus, dann siehts wenigstens lustig aus. Christoph hatte die Idee dazu und das schon an einem Baum umgesetzt.
Nun habe ich also jede Menge Lebensbaumschnitt. Dieser ist ja giftig und kann den Boden sauer machen. Dass er giftig ist, weiß ich erst seit heute. Kann man die Schnitte dennoch als Bodenschutz verwenden? Gerade bei Hortensien soll das ja angebracht sein.
Eine weitere Frage habe ich an die Nutzgarten-Gärtner. Wie haltet Ihr es mit euren Böden im Winter? Der Nachbar hat seinen schon umgegraben. So liegt er nun offen da und die groben Klumpen sinde Wind und Wetter ausgesetzt. Ich denke, dass somit einige Nährstoffe ausgeschwemmt und weggetragen werden, so schutzlos, wie er daliegt. Einige Bio-Gärtner graben gar nicht um, sie lockern den Boden im Frühjahr mit einer Grabgabel und arbeiten frischen Kompost mit einem Grubber oder einer Mulchharke ein. Ich überlege, einige Beete mit einer schwarzen Mulchfolie abzudecken. Somit erwärmt sich der Boden im Frühjahr schneller. Da ich aber vorhabe, noch bis November Erbsen und dicke Bohnen zu säen, kann das wohl nicht überall gemacht werden, oder könnte ich die Folie dann im zeitigen Frühjahr entfernen?
Ich freue mich auf rege Beteiligung in Form von Kommentaren und Tipps.
Sonniges Wetter wünsche ich Euch.