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Sonntag, 6. Oktober 2013

Es herbstelt

Glühwürmchenstimmung anfang September.

Bis jetzt war es so ein schöner Herbst, voll Sonne und noch wirklich schönen Tagen. Viel konnte ich davon leider nicht nutzen, um im Garten etwas zu machen. Lange war es hier still, da die Zeit leider fehlt. Die Bilder sind alle im September entstanden, dennoch wollte ich sie Euch nicht vorenthalten. Ich hab den Acker schon umgegraben, die Hecken sind geschnitten und der Rasen gemäht. Hier und da wurde noch etwas Unkraut entfernt und an der Teichsitzecke gearbeitet. Mehr wird in diesem Jahr wohl nicht mehr passieren. Die Vogelhäuser müssen noch gereinigt bzw erst aufgehängt werden und eine Möglichkeit, den Teich eisfrei zu halten, muss ich mir noch überlegen.

Kartoffeln und Quark als Stärkung, nachdem ich mti einer Freundin die Teichsitzecke vorberietet hatte.

Vom Eingang her hineingeschaut.


Anemone, lange von mit gewünscht, da sind nun so viele.




Immer wieder finde ich Weinbergschneckenhäuschen im Garten.



Der Wein schmeckt leider gar nciht, vielleicht ists im nächsten Jahr mit einem Schnitt anders.






Im Insektenhotel gibt es gerade kaum Gäste, oder sie haben sich gut versteckt. Bewohnt war es diesem Sommer auf jeden Fall.


Vielleicht hat sie auch einfach ein paar Gäste abgefangen. Mitten im Gang auf Kopfhöhe. Wenn man da als Gärtner immer nur nach unten schaut, wird es unangenehm. Mich schüttelt es jetzt noch.

Dieser Wein scheint weiß zu bleiben, schmeckt aber auch nicht viel besser. Die Trauben sind jedoch größer und saftiger.


 Holunderbeeren habe ich in der Umgebung gesammelt und Sirup daraus gekocht. Die Möhrenernte war prima und wurde zu Suppe oder gedünstete Möhrchen verarbeitet.
Die Palmlillie hatte drei große schöne Blütenstände und vergeht nun langsam.

 Zuerst wurde das Beet von Gierschwurzeln befreit, dann mit Unkautvlies und Rindenmulch bedeckt. Mir fehlt leider ein Foto mit Sitzgruppe dem geschnitzten Kürbis darauf. Den seht ihr aber oben im Banner. Meine bessere Hälfte hat sich kreativ betätigt, wirklich gelungen, wie ich finde.

Einige Gräser habe ich gekauft und einen schönen Ahorn eingepflanzt. Mal sehen, wie es im nächsten Jahr aussieht. Dazu brauche ich noch ein paar hübsche Steine, um den Teichrand zu verschönern. Aber immer mit der Ruhe.

 Neben der Gartenanlage liegt eine idyllische Brache mit Ententeich. Dort rasten gerade eine Schar Wildgänse. Abends stiegt der Nebel hoch und in der Ferne grasen die Rehe.
Auch in dem Sumpfgebiet neben der Anlage lohnt sich ein Spaziergang.
Und die zwei beiden genießen das Beisammensein, wenn wir in der Küche sind und kochen. (Fini und Lenny oder auch Dick und Doof)


Ich bin schon auf den Winter und vor allem das Frühjahr gespannt. Viele Blumenzweibeln habe ich zwischendurch beim graben gefunden und ein paar kommen noch dazu.

Viele Grüße aus dem Datschengarten

Donnerstag, 5. September 2013

Erste Arbeiten

Nun hab ich den Garten schon seit zwei Wochen. Eigentlich habe ich ihn mehr genossen, als darin gearbeitet. Gestern habe ich nochmal Spinat, Feldsalat, Radis und Schnittknoblauch ausgesät. Waldmeister und Bärlauch folgen noch.
Am meisten verbringe ich wohl die Zeit damit, die Fische zu beobachten. Es ist geradezu entspannend dem quirligen Haufen zuzuschauen. Hier sollt Ihr nun auch ein paar Bilder zu sehen bekommen, inklusive kleiner Kameraschwenk.




Hungrige Meute. Nach drei Tagen ohne Fütterung, springen sie mir förmlich an den Hals.

Ich habe wieder einige Pläne. So sollen am Gartenzaun einige Beerensträucher und Säulenobst gepflanz werden. Am Teich soll das Beet zur lauschigen Sitzecke mit Ahorn, Schilf und Bambus umgestaltet werden. Und sonst steht Heckenschneiden und Heckseln auf dem Plan.
Am Abend dort zu arbeiten ist einfach nur friedvoll. Gestern stapften ein Reh und sein Bambibaby an meiner Gartentüre vorbei und beim Weg nach hause, sagte mir der Hase gute Nacht.

Terasse vor der Datsche mit Sitzbank und Wein, den ich von einer Freundin geschenkt bekam.

Ausblick von der Sitzbank auf mein herbstlich bepflanztes Terassenbeet.

Die Tomaten aus dem Freilandgarten wurde zum Teil herübergesiedelt und stehen hier regengesütz.

Griechische Atmosphäre mit Weindach.

Der neue Stolz des Angelers. Ein Räucherschrank, der am Wochenende mit Makrelen aus der Förde bestückt wird.

Spatzenresidenz.

Malvenbusch, leider an einer Stelle, wo er kaum Beachtung findet.

An diesen Sichtschutz werde ich den Wein von der Terasse aufbinden. Hier bekommt er mehr Licht. Im herbstlichen Wetter sieht es ja echt trübe aus. Der große Kirschbaum verliert die Blätter  und ich muss schon Laubhügel bauen.

An diesem Gartenzaun entlang sollen die Obststräucher und -bäume gepflanzt werden. Himbeere, Säulenbrombeere, Stachelbeere, Pflaume, Birne und Apfel wünsche ich mir. Vielleicht auch Sanddorn und Holunder. Aber erstmal abwarten und nach und nach daran arbeiten.

Das Weindach von hinten.

Dieses unansehnliche Stückchen soll die Sitzecke am Teich werden. Ein kleiner Ahorn steht sogar schon dort. Der Teich soll etwas verschönert werden und im Frühjagr mehr Teichbepflaunzung erhalten, damit die Wasserqualität steigt.

Spailierapfel. Mickrige Ernte.

Acker mit Rhabarbaer, Schnittlauch, alten Bohnen und Möhren.

Und hier von links nach rechts: Spinat, Feldsalat, Schnittknoblauch und Radis.

Der Baum hat einen Schnitt nötig. Ein Hauptast scheint abzusterben, ich muss mich da mal informieren, was zu machen ist.
Das Wetter gestern war so trüb, die Bilder sind zu herbstlich, aber am Wochenende wirds wieder schön und ich arbeite weiter. Ich hoffe, Euch gefällt mein neues Glück auch so, wie mir.

Schönen Wochenausklang!

Dienstag, 27. August 2013

Umzug

Es ist geglückt. Ich habe ein paar nette Menschen gefunden, die sich meinem Garten annehmen und mehr Zeit und Energie hineinstecken können. Darüber freue ich mich besonders, denn der Garten tat mir die letzten Wochen schon etwas leid.So hoffe ich für die Beiden, dass sie Spaß dran haben werden und der Hase, der mich wohl noch verabschieden wollte, nicht mehr wieder kommt. 

Ihnen erging es so, wie einigen Gärtnern hier in Kiel. Die Stadt hat vor einiger Zeit entschieden, einen großen Teil des grünen Gürtels einem Möbelhaus anzubieten, um dort eine fette Industrieplatte hinzusetzen. Tragisch war auch die Abwicklung des ganzen. So wurden teilweise Kleingärten platt gemacht, obwohl sie noch bis Ende des Jahres bestehen bleiben sollten. Das Gebiet wird nun nach und nach verlassen und dann leider auch geplündert. Noch haben einige Hoffnung, den Verlauf zu stoppen. Hier ein Link mit mehr Informationen und einem Link zur Petition gegen Möbelkraft.

Einige meiner Möbel habe ich mitgenommen. So zum Beispiel eine Art Erbstück. Die Sitzgruppe mit Tisch und Stühlen unterm Apfelbaum stand schon lange vor dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin. Mein Bruder nahm sie dann in seine Obhut und möbelte alles wieder auf und dann bekam ich die guten Stücke. An sich sind sie nichts Besonderes, aber der emotionale Anteil schwingt halt mit. 
Das schöne ist; sie haben einen neuen Platz bekommen!

Ich habe mir letzte Woche einen Garten angeschaut und dann entschieden, diesen zu übernehmen. Ihr fragt Euch sicher, was das jetzt soll. Den einen abgeben, den anderen wieder aufhalsen. Diese Entscheidung begünstigte mehrere Faktoren. Zu allererst liegt der Garten mal gerade 3 Fahrradminuten von meiner Wohnung entfernt. Ich arbeite zwar in Kiel, wohne aber etwas außerhalb, so war es mit dem Freilandgarten etwas anstrengend mit der Zeit. Regnet es gegen Feierabend, fährt man nicht in den Garten, kommt man dann zu hause an, scheint die Sonne und man ärgert sich, da es sich nicht mehr lohnt, loszufahren. Morgens vor der Arbeit schnell gießen war gar nicht möglich. Und am Wochenende musste ich das Auto immer in Beschlag nehmen, um zum Garten zu fahren. Ein nächster Faktor ist natürlich die Größe und der Aufwand, den ein Garten mit sich bringt. Der neue Garten ist etwas kleiner und einfacher gestrickt. Es gibt ein größeres Haus, das schon einige sonst zu bearbeitende Fläche einnimmt. Ein Teich mit Fischen, der nur 3 mal im Jahr statt einmal die Woche Arbeit macht. Die Rasenstücke sind nicht so verteilt, man kann in einem Rutsch durchmähen und auch die Anbaufläche ist ein Stück Acker, ohne viele Ecken und Kanten. Das hat mir am alten Garten eigentlich gefallen, aber machte eben auch mehr Arbeit. Und zu allerletzt natürlich die von mir so verhasste Arbeit, den Weg vor dem Garten von Unkraut zu befreien. Im neuen Garten gibt es Rasen und man mäht einfach einmal drüber. Im ganzen gibt es viel weniger Pflanzen, das ist sehr schade, aber vielleicht kann ich sehen, wie es läuft und dann ab und zu mal etwas hinzusetzen. Es gibt auch weniger Obst, dafür ist der Kirschbaum riiiiiesengroß und der Apfelbaum ein Spalierobst. Er trägt leider nicht sehr viel. 

Und ich freue mich sehr, dass mein Freund nun auch etwas mehr einsteigen möchte. Vorher habe ich doch alles allein gemacht und nun hat auch er mehr Zeit durch die geringere Entfernung, mit in den Garten zu kommen. 

 Fotos habe ich noch nicht viele gemacht. Das werde ich dann mal nachholen.



 

Somit wieder viel Arbeit, aber doch auch weniger Arbeit. Das hier wird dann nicht mehr der Freilandgarten sein, aber eben ein anderer, neuer und meiner. 

Viele grüne Grüße

Montag, 19. August 2013

Entscheidung gefallen

Nach einiger Überlegung habe ich mich entschieden, den Garten abzugeben, da ich es nicht mehr schaffe, ihn so zu pflegen, wie ich es gerne wollte. Die lange Fahrerei und der Beruf ziehen mir einen Strich durch die Rechnung. Leicht ist mir diese Entscheidung nicht gefallen, so hänge ich doch sehr an allem, was ich darin geschaffen habe. Nun wird aber ein neuer Pächter gesucht. Dieser kann dann sogleich weiter ernten. Die Brombeeren und Äpfel stehen in den Startlöchern, Zuchhini und Kohlrabi stehen noch, auch ein paar Bohnen und Kartoffeln gibt es noch. Die Kürbisse sind schon orange und der Mangold gibt nochmal alles.
Viele Blumen blühen in diesem Jahr zum ersten Mal. 
Also hier noch ein paar Fakten:

  • 420qm
  • Häuschen mit Couch, Spüle (allerdings ohne Wasseranschluss, der musste abgestellt werden), separatem Raum für Chemietoilette
  • Schuppen am Haus mit allen möglichen Geräten, Benzinrasenmäher, Sitzmöbel mit Auflagen, Sonnenschirm, Schubkarre, Räuchertonne und allehand Kleinkram
  • am Schuppen gibt es ein mit Lichplatten überdachten Tomatenunterstand, Regentonnen
  • das Dach wurde im Juli neu gedeckt
  • es gibt ein Gewächshaus, das erst ein Jahr alt ist und auf Topfpflanzen ausgerichtet ist (mit Kieselsteinen auf dem Boden)
  • Es gibt einen Apfelbaum mit tollen saftigen Äpfeln, 2 Süßkirschen, 1 Sauerkirsche, 2 jüngere Apfelbäume, 2 schwarze Johannisbeeren, 1 Stachelbeere, 1 weiße Johannisbeere, Brombeere, Erdbeeren
  • zwei Pflanztonnen für Kürbisse, 4 Komposter, 1 Gestell für ein Foliengewächshaus bei zusätzlichem Bedarf für Tomaten und Gurken
  • Pflanzen: Fackellilien, Frauenmantel, Phlox, Lavendel, Margerite, Astilben, Schmetterlingsflieder, Buschmalvenstämmchen, Astern, Storchschnabel, Rhododendren, Indianernessel, Edeldiestel Hortensien, Zwiebelblumen uvm siehe Bilder in diesem Blog
Das soll erstmal reichen, die letzten Bilder, die ich gemacht habe, sehen nicht sonderlich gut aus, aber sie geben einen Eindruck. Einen Abstand möchte ich dafür natürlich auch haben, es ist ja viel Geld und Arbeit hineingeflossen.

Und nun drückt mir die Daumen, dass ich einen Nachfolger finde.














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