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Sonntag, 17. Juli 2011

Von Hasen und Schätzen im Freilandgarten

Was hab ich mich am Freitag doch erschrocken, als da ein Schäferhund zwischen meinen Bohnen saß. Groß, ja riesig und ganz braun. Aber seine Ohren waren wirklich extrem lang und als er mich sah, verwandelte er sich in einen riesigen Hasen, der davon hoppelte und in einem Loch im Zaun verschwand. Ich war ganz baff, sieht man in der Stadt doch nur kleine süße Kaninchen. So ein echter Hase ist dann doch schon etwas anderes. Und von wegen! Hasen futtern nur Möhren und Kohl. Nichts da, er hat nur die frischen jungen Bohnentriebe abgenascht. Das Loch im Zaun habe ich versucht zu flicken und die Bohnen mit einem Netz umwickelt, damit sie nicht ganz verschwinden. 

Und was war das heute? Wieder machten meine Sinne einen Scherz mit mir. Ich kam in den Freilandgarten und setze zu meinem gewöhnlichen Rundgang an. Am Hügelbeet angekommen, saß da doch tatsächlich eine fette Katze obendrauf unter den Tomaten. Nein, es war natürlich wieder der Hase, groß, mit struppigem Fell, großen Knopfaugen und ganz still vielleicht einen Meter vor mir. Da stand ich, allein und niemand würde mir glauben. Schnell ein Foto, wenigstens mit dem Handy, wenn ich schon die Kamera vergessen habe. Doch das wollte er nicht und so hoppelte er einmal quer durch den Garten und schoss dann hinters Haus über den Zaun. Eine richtige Liegemulde hatte er sich da geschaffen. Häschen in der Grube, saß und schlief, es heißt nun: Häschen auf dem Hügel... Aber klar, dort ist es schön warm, doch geschützt und eine gute Rundumsicht. Ja das Häschen und auch das Mäuschen in den Beeten, dass mir im Frühjahr schon Kummer und Sorge bereitete, sie gehören wohl auch dazu und ich muss mir mit ihnen die Ernte teilen.

Gestern wollte ich ein Blumenbeet neu gestalten und einige Pflanzen darauf anordnen. Dazu musste der Boden erst einmal vorbereitet werden und Unkräuter und unbeliebte Blumen ausgerupft werden. Als ich den Spaten ansetzte kam ich aber nicht sehr tief. Steine? Schon einige vergrabene Steine habe ich ausgebuddelt, aber das war etwas anderes. Teichfolie! Was ist da bloß passiert. Die Vorbesitzer hatten wohl genug von ihrem Teich, also schnell die Folie einmal zur Hälfte umklappen, Steine und Geröll bleibt einfach darin. Eine Schicht Erde darüber und das wars mit dem Teich. So eine Schande! Leider konnten wir nicht alles beseitigen, es war einfach zu viel und zu tief vergraben. Zwei Schubkarren voll Betonbrocken und dicke Teichfolie darf ich nun entsorgen. Und dafür dann noch Gartenerde besorgen, denn das ist nun nur noch ein tiefes Loch. 

Nun genug von Überraschungen, es wird Zeit für ein paar Fotos. Leider vergesse ich ständig die Kamera, deshalb Morgen daran denken! 


Kommentare:

  1. Build a sunken garden? I suppose you are not allowed to. Sounds infuriating, but you seem to take it in your stride.

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  2. Yeah, sunken garden, that would be an idea. I do love these surprises but sometimes it makes me mad about all this stuff.

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  3. Ein Hase im Garten - auch nicht schlecht. Bis jetzt suchten uns immer nur Katzen heim. Eichhörnchen wohnen im Garten - sind aber harmlos.

    lg kathrin

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